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Reisebericht Raphael Strehle


Sonntag, der 29.07.07

Am Sonntagnachmittag kam Alexandre Minodier mit seiner Familie völlig überraschend an, wir hatten sie erst gegen Abend erwartet. Die Wiedersehensfreude war groß, weil wir Alexandre schon während der Osterferien im Rahmen eines Jugendaustausches zu Gast hatten.

Nach einem kleinen Umtrunk mit der lokalen Spezialität "Frutto" unserer Fellbacher Weingärtner brachte ich Alexandres Familie zum Großen Haus, wo sie für eine Nacht bleiben wollten.
Am Abend gab es dann ein schönes Barbecue bei uns in Oeffingen, was den Minodiers anscheinend sehr gemundet hat. Nachdem wir sie für den folgenden Tag zum Frühstück eingeladen hatten, haben wir uns schließlich zu Bett begeben - voller Vorfreude auf die Reise und vielleicht auch mit einem etwas mulmigen Gefühl, was uns dabei wohl alles erwarten würde.
 
Montag, der 30.07.07
 
Heute war der große Tag. Heute sollte für Alexandre und mich eine Zeit voller neuer Erfahrungen und Eindrücke anbrechen. Zwei Wochen Bahn- Schiff- Bus- und Flugreisen lagen vor uns, und neue Schuhsohlen sollten auch nötig werden.
Nachdem wir uns beim Frühstück mit Kaffee und Brezeln gestärkt hatten, Alexandre hatte für Letztere während des Jugendaustausches eine große Vorliebe entwickelt, machten wir uns auf den Weg.
Nach einer mehrstündigen Bahnfahrt waren wir dann auch schon am ersten Ziel unserer Reise: Friedrichshafen.
Hier konnten wir im Zeppelinmuseum jede Menge Informationen und Eindrücke über die Geschichte und den Bau der Zeppeline sammeln. - Wenig später konnten wir sogar einen dieser riesigen fliegenden Giganten live über unseren Köpfen erleben.
Nach einem kleinen Bummel über die Hafenpromenade und den gerade stattfindenden Markt machten wir uns auf zu unserem Schiff, das uns nach Lindau bringen sollte, der zweiten Etappe unserer heutigen Reise. An Deck hatten wir die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Sonnenbad. - Insgesamt eine angenehme und ruhige Fahrt.
In Lindau angekommen, fanden wir ohne weitere Probleme das Hotel und konnten unser Zimmer beziehen. Es war ein sehr heller, im modernen Stil gehaltener Raum. Wir fühlten uns auf Anhieb wohl und scheuten uns nicht, ein kühles Bad im schwäbischen Meer zu nehmen.
Später kehrten wir dann erschöpft zum Hotel zurück mit dem ausschließlichen Wunsch, etwas Essbares aufzutreiben. - Unser Instinkt führte uns dann auch gleich in einen Biergarten direkt am Wasser, wo wir die erschöpften körperlichen und geistigen Kräfte wieder zu beleben suchten. Nach ein, zwei Bier war der Abend allerdings schon so weit fortgeschritten, dass wir beschlossen, zurück ins Hotel zu gehen, da wir am folgenden Tag früh aufbrechen mussten.
 
Dienstag, der 31.07.07
 
Dienstag war so eine Sache...
Nach einem tollen Frühstück ging es mit der Bahn weiter Richtung Biessenhofen - ein Ort, von dem ich bisher nichts gehört hatte, der mir aber lebhaft in Erinnerung bleiben wird.
Hier hatten wir den ersten Vorgeschmack, wie es wohl aussehen könnte, wenn die Bahn tatsächlich streiken würde. Erst hatten wir über eine halbe Stunde Verspätung, dann wurden wir an einem anderen Bahnhof mit einer großen Schar Japaner wegen eines Maschinenschadens ausgesetzt.
Aber letztendlich kamen wir dann über Füssen doch zu den Königsschlössern "Neuschwanstein" und "Hohenschwangau". Unser erster Eindruck war - klasse!
Mächtig ragten die Schlösser über den Bäumen hervor und residierten an geradezu perfekten Orten. Insbesondere Neuschwanstein beeindruckte uns mit seiner extremen Berglage. Schnell kam aber die Frage auf, ob wir uns nicht irgendwo im befreundeten Ausland befänden, angesichts hunderter Amerikaner, tausender Japaner und vereinzelter Einheimischer, erkennbar an ihrem etwas verschüchterten Auftreten.
Wegen der langen Warteschlangen (anvisierte Wartezeit ca. 3 Stunden) entschlossen wir uns dazu, die Schlösser nur von Außen zu besichtigen und dafür die Marienbrücke und eine kleinere Wanderung in unser Programm aufzunehmen. Dabei gelangen uns einige wirklich imposante Bilder.
Früher als geplant fanden wir uns dann wieder in Füssen ein, natürlich ohne direkten Anschlusszug, der war gerade abgefahren. Aber so hatten wir die Gelegenheit, Füssen noch etwas zu besichtigen und dann den späteren, eigentlich eingeplanten Anschlusszug nach München zu nehmen.
Dort angekommen checkten wir schnell im Hotel ein und machten uns gleich daran München und seine "Sehenswürdigkeiten" zu erkunden. Nach einer dem Landstrich entsprechenden Stärkung ging es dann wieder zurück auf unser Zimmer.
 
Mittwoch, der 01.08.07
 
Um 7.00 Uhr Aufstehen - keine schöne Uhrzeit für einen Ferientag aber wir hatten eine Mission:
Gemütlich frühstücken und anschließend unter den Ersten Besuchern im Deutschen Museum zu sein. - Was uns auch hervorragend gelang, wir waren sogar überpünktlich. Es war eines der beeindruckendsten Museen, das wir auf unserer ganzen Reise besichtigt haben. Die Vielzahl an Eindrücken und technischen Vorführungen überschwemmte uns förmlich – ungeheuer interessant aber auch furchtbar anstrengend! Nach vier Stunden intensiven Schauens beschlossen wir, uns bei Bier und Weißwurst im Hofbräuhaus zu regenerieren.
Voll neuem Elan machten wir uns danach wieder auf den Weg. Nach dem Besuch in der Maximilianstraße mit ihren schönen Läden, dem Nationaltheater und dem Olympiastadion und -turm - von dem man übrigens einen grandiosen Blick über München hat - landeten wir schließlich im Englischen Garten.
Wir hatten noch über neunzig Minuten, bis unser ICE die Stadt Richtung Stuttgart verlassen würde, aber eins war klar: Heute kein Museum mehr!!!
Wir schauten den Wellensufern im Eisbach und dem Treiben der restlichen Münchner in ihrem Park zu und machten uns dann auf den Weg Richtung Bahnhof. Die Heimfahrt verlief reibungslos, sodass wir uns dann wenig später zu Hause in Oeffingen wieder einfanden..
 
Donnerstag, der 02.08.07
 
Das Aufstehen gestaltete sich für mich an diesem Tag als wirklich schwierig, da ich noch vom Vortag erschlagen war. Aber nach einer kalten Dusche war ich wieder voll auf dem Damm, sodass wir gut gelaunt das Mercedes Museum unsicher machen konnten. Vor allem Alexandre war beeindruckt von den vielen teils extravaganten Autos, was sich anhand der Zahl gemachter Fotos bemerkbar machte.
Nebenan hätte man sich auch einen Mercedes kaufen können- leider überschritt der Preis dieser Fahrzeuge das Einkommen von Schülern wie uns dramatisch. Diese etwas niederdrückende Erkenntnis geriet aber schnell in Vergessenheit,, als wir die grandiose Aussicht vom Stuttgarter Fernsehturm genossen. – Tolles Wetter in einer tollen Stadt, - toll!!!
Zurück in Downtown schauten wir uns die Innenstadt etwas näher an und machten einen kleinen Bummel durch die Königstraße. In der Arnulf-Klett-Passage angekommen beschlossen wir dann, diesen Tag mit einem Besuch im Planetarium Stuttgart zu beenden. Es war für uns beide eine atemberaubende Vorstellung über Sterne und Weltall.
Trotzdem waren wir froh, als wir wieder zu Hause waren, denn der Tag war wieder anstrengend gewesen. Bei Rindsroulade und anderen schwäbischen Spezialitäten war dies aber schnell wieder vergessen. Mit einem ruhigen Abend zuhause am Computer ließen wir den Tag dann ausklingen.
 
Freitag, der 03.08.07
 
Der Freitag gestaltete sich relativ ruhig. Um 10.00 Uhr stand ein Empfang durch Finanzbürgermeister Geyer an, aber auch Oberbürgermeister Palm ließ es sich nicht nehmen uns zu begrüßen, bevor er seine Reise nach Frankreich antrat. Wir erzählten ihnen von unseren bisherigen Erlebnissen und unterhielten uns aufs Beste, mussten uns aber leider bald verabschieden, denn gegen Mittag ging unser Flieger nach Berlin.
Am Flughafen lief alles glatt- fast alles. Für Alexandre war es der erste Flug überhaupt, deshalb wusste er nicht, dass nach den neuen Sicherheitsbestimmungen keine größeren Behältnisse mit Flüssigkeiten im Handgepäck mit ins Flugzeug dürfen. Ich muss gestehen, dass ich das aber auch vergessen hatte. Kurzerhand packten wir sein Handgepäck in seinen Koffer, ohne daran zu denken, dass sich der Kofferverschluss schon auf dem Fellbacher Bahnhof als wenig zuverlässig erwiesen hatte.
Und so kam, was wohl kommen musste: Der Koffer ging auf dem Rollband auf, Alexandres Habseligkeiten verteilten sich überall und die Mitarbeiter des Bodenpersonals hatten Mühe, den kompletten Inhalt, wieder einzusammeln. Aber laut Alexandre scheinen sie es geschafft zu haben – an dieser Stelle ein Lob an das Bodenpersonal am Stuttgarter Flughafen!
Dafür verlief die Abfertigung in Berlin sehr schleppend, doch als wir schließlich im Hotel angekommen waren, waren wir begeistert. Das Haus ist ganz im Stil der Zwanziger des vorigen Jahrhunderts gehalten. - Was für ein Ambiente! Klasse!
Gegend Abend erkundeten wir dann die Innenstadt vom Brandenburger Tor bis zu den Hack´schen Höfen.
Alexandre entdeckte hier ein kulinarisches Highlight der deutschen Küche - die Currywurst!
Seine Begeisterung war grenzenlos! Erst nach weiteren Portionen - mit extrascharfer Soße... war er schließlich zum Weitergehen zu bewegen..
Berlin ist eben eine Reise wert!
 
Samstag, der 04.08.07
 
Am Samstag machten wir uns dann auf eine Stadtrundfahrt mit der Linie 100.
Danach ging es dann nach Potsdam, wo wir die Schlösser und die große Parkanlage besichtigten. Eine Muse für das Auge.
Anschließend: Die Museumsinsel. Wir beschränkten uns hier aber auf das alte Museum für Ägyptologie.
Schließlich kann man nicht alles haben.
Nach einem "Chill Out" mit "Schläfchen" auf der Wiese vor dem Reichstag machten wir uns auf die Suche nach irgendeiner Lösung, um Alexandres Koffer "ausbruchsicher" zu machen. Das vorläufige Ergebnis war Tesafilm, aber wir vertagten die Suche nach der endgültigen Problemlösung zugunsten eines Besuchs der Mauergedenkstätte in der Breslauer Straße.
Auf dem Weg zurück ins Hotel fiel uns auf, dass der Kudamm abgesperrt war wegen eines Inliner-Marathons. Wir mischten uns unters Volk und feuerten die Fahrerinnen und Fahrer beherzt an. Doch irgendwann bemerkten wir dann, dass wir noch nichts gegessen hatten.
Wenig später saßen wir auch schon beim Italiener und aßen eine Pizza - Alexandre war von dem Preisleitungsverhältnis absolut geschockt, - wieder eine neue Erfahrung - aber er isst auch für zwei. Nach einem Verdauungsspaziergang zum Sonycenter ließen wir uns dann müde in die Betten fallen.
 
Sonntag, der 05.08.07
 
Niederfinow - ein Ort in unmittelbarer Nähe der polnischen Grenze, wo sich das berühmte Schiffshebewerk befindet, dass jüngeren Lesern auch bestens aus der Serie "Alarm für Cobra 11" bekannt sein dürfte.
Ein beeindruckendes Bauwerk aus Stahl, ein Teil des Oder-Havel-Kanals.
Zusammengehalten wird dieses "Ungetüm" durch fünf Millionen Nieten.
Der Trog mit Inhalt ist ca. 90 t schwer und wird durch 256 Stahlseile innerhalb von fünf Minuten in eine Höhe von 36 Metern gehoben. Diesen Vorgang haben wir auch selbst miterlebt, als wir uns in einem Boot auf dieses Niveau hieven ließen. - Eine irre Sache!
Immerhin ist dieses Hebewerk nun schon seit 1934 in Betrieb und funktioniert immer noch. - Ein Wunderwerk der Technik.
Nun wollten wir aber auch wieder nach Hause. Allerdings war der Busverkehr auf dieser Strecke wegen der Ferien stark eingeschränkt, sodass wir uns den Weg zum nächsten Bahnhof zu Fuß erkämpfen mussten.
Dafür hatten wir unmittelbar Berührung mit der märkischen Landschaft!
Zurück in Berlin dachten wir aber noch nicht an Pause!
Die Besichtigung des Olympiastadions stellte auch aufgrund seiner historischen Bedeutung ein weiteres Highlight an diesem Tage dar.
Nach kurzem Relaxen im Hotel machten wir uns wieder daran, Berlin weiter zu erkunden. Nach einem abschließenden Besuch in einem Museum "der besonderen Art" am Bahnhof Zoo gingen wir dann endgültig zurück ins Hotel.
 
 
 
 
 
Montag, der 06.08.07
 
Halbzeit!!! Die zweite Woche unserer Reise brach an!
Wir erreichten Leipzig mit dem Zug in Windeseile.
Nachdem wir unser Gepäck in einem Schließfach verstaut hatten, entschlossen wir uns zu einer Stadtrundfahrt.
Dabei wurden wir auch mit der französisch-deutschen Geschichte am Völkerschlacht-Denkmal konfrontiert, das sich mahnend über Leipzig erhebt.
Bei soviel Vergangenheit nahmen wir einen Elefantenkaffee und eine Leipziger Lerche (zwei typische lokale Spezialitäten) auf die deutsch-französische Freundschaft der Gegenwart in einem Cafe, wie es auch in Paris hätte stehen können zu uns.
Schließlich ging es mit dem RE in Richtung Meißen, unserer Partnerstadt, weiter.
Was wir bei Antritt der Fahrt nicht wussten war, dass uns eine dreistündige Odyssee im Zug bevorstehen würde. Ohne Wasser und was zu beißen irrten wir nach einem Maschinenschaden aufgrund einer defekten Oberlandleitung durchs Grüne.
Das bedeutete, dass wir erst gegen 22.00 im Hotel ankamen, dort aber auf das Freundlichste empfangen wurden. Einzig wegen uns war das Restaurant noch geöffnet, (ich hatte die Rezeption telefonisch über unsere Misslage informiert) und das freundliche Personal sowie ein wunderbares Menü entschädigten uns für die vorhergehenden Entbehrungen reichlich.
 
Dienstag, der 07.08.07
 
Am folgenden Tag machten wir uns daran, die Porzellanmanufaktur in Meißen ausfindig zu machen, welche wir unbedingt besichtigen wollten. Dort wurde uns in einzelnen Schritten gezeigt, wie dieses Meisterporzellan entsteht und was man alles daraus machen kann. Da konnten wir nur sagen: "Wow!“ Nach der Besichtigung der wunderschönen Altstadt und dem Dom von Meißen ging es nochmals ins Hotel, um der prallen Sonne zu entgehen.
Das Thermometer zeigte inzwischen 42° C an.- Afrikanisches Feeling in Sachsen!
 Wenig später begaben wir uns dann auf einen historischen Raddampfer, um eine Fahrt nach Dresden anzutreten. Eine wahrhaft schöne Sache und jedem sehr zu empfehlen, der ländliche Idylle liebt..
Ein absolut traumhafter Anblick bot sich uns, als wir nach Dresden einfuhren: Frauenkirche, die alte Brücke, die Tabakmoschee neben weiteren Sehenswürdigkeiten begrüßten uns. Allerdings war auch das Wetter sehenswert, denn kaum in Dresden angekommen, machten wir das erste Mal Bekanntschaft mit einem deutschen "Monsunregen" - sodass wir schließlich völlig durchnässt in unserem Hotel in Meißen ankamen. Da hieß es nur noch: "Bitte eine Tasse heißen Kakao!" Und dann ab ins Bett.
 
Mittwoch, der 08.08.07
 
Am Mittwoch wagten wir es noch einmal nach Dresden zu gehen. Ausgestattet mit Regenschirm und Jacke fühlten wir uns sicher.
Neben dem Palais, das wir am Vortag vage wahrgenommen hatten, konnten wir nun auch den botanischen Garten und die anderen wichtigen Sehenswürdigkeiten mittels einer Stadtrundfahrt durch Dresden genauer unter die Lupe nehmen. Am beeindruckendsten waren für mich die Frauenkirche und die Gläserne Manufaktur von VW, wo wir dann auch schon in dem neuen VW Phaeton Probesitzen durften. - Ich würde ihn nehmen!
Von Dresden ging es dann mit dem Flieger weiter nach Köln, wo wir uns nur noch etwas zu Essen gönnten und dann müde zurückzogen.
 
Donnerstag, der 09.08.07
 
Der Donnerstag war weniger schön - es goss in Strömen.
Dennoch besichtigten wir am Morgen den Dom, das Römisch-Germanische Museum und das Schokoladenmuseum, was nicht so gut für unsere Mägen war – Schokolade jedweder Art und das satt! Begeistert und etwas „voll“ von den neuen Eindrücken zogen wir uns wieder aufs Zimmer zurück, wo wir Postkarten schrieben und ein wenig „Talkshow am Mittag“ genossen. - Da gingen wir lieber schnell wieder auf Achse.
Die Besichtigung der Innenstadt, des Rheinufers und der Messe gestalteten sich angenehmer als am Morgen, da es aufgehört hatte zu regnen.
 
Später am Abend war Manga-Lesen angesagt. Das sind japanische Comics- für die, denen das nichts sagt.
 Alexandre hatte Dutzende in seinem Koffer, sodass ich irgendwann nicht mehr drum rum kam, mir auch ´mal eines zu Gemüte zu führen. - Ein wenig Probleme hatte ich dann aber mit dem Französisch, da ich den Ansprüchen dieser Bücher nicht gewachsen war. Vielleicht aber auch, weil man diese Bücher von rechts nach links liest. - Wieder eine neue Erfahrung!
 
Freitag, der 10.08.07
 
An diesem Tag ging es nach Wuppertal. Ich freute mich schon riesig, weil ich diese Schwebebahn nur aus dem Fernsehen kannte. Bis wir dort waren, war meine Spannung noch größer geworden und die Fahrt mit dieser Bahn entsprach vollständig meinen Erwartungen. Auch Alexandre scheint es gefallen zu haben. Vor allem, wenn wir in die Kurven gefahren sind und die Bahn eine leichte Schräglage erreichte. Vom Bahnhof Wuppertal ging es dann über die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. - Die Müngstener Brücke mit einer Höhe von 107 m über dem Tal der Wupper. Leider haben wir sie nicht von unten anschauen können, da das Wetter Böses ahnen ließ.
Zurück in Köln machten wir kleinere Einkäufe- wozu wohnt man sonst in einer großen Einkaufspassage?! Der Abend gestaltete sich wieder ruhig, da wir relativ früh im Hotel waren. Allerdings war die Lärmkulisse etwas lauter, da in einigen benachbarten Restaurants Livemusik gespielt wurde - heute dasselbe Programm wie gestern, aber das störte uns nicht wirklich.
 
Samstag, der 11.08.07
 
Am Samstag ging es dann weiter in den Norden. Unser nächstes Ziel war Hamburg. Die Zugfahrt über Hannover war relativ eintönig, weil sie elend lang war.
Das Hotel in Hamburg lag direkt am Hauptbahnhof, so dass wir direkt unseren ersten.
Programmpunkt angehen konnten, - die Landungsbrücken und die damit verbundene Hafenrundfahrt. Leider hatte Alexandre seine Jacke vergessen, sodass es auf Deck ziemlich kalt für ihn wurde. Dennoch war es eine runde Sache, die uns Beiden viel Spaß machte.
Nach der Besichtigung des Segelschiffes Rieckmer Rieckmers ging es schnell wieder ins Hotel zum Aufwärmen.
Gegen 22.00 Uhr hatte uns dann wieder die Abenteuerlust gepackt und wir zogen auf ein Neues los. Prompt landeten wir auf dem Rathausplatz, wo dieses Wochenende zufälligerweise das 20. Hamburger Rockfestival stattfand. -
Irgendwann waren wir dann auch wieder im Hotel.
 
 
Sonntag, der 12.08.07
 
An diesem Morgen überhörten wir einfach mal den Wecker, der uns gemeiner Weise schon fast die ganzen zwei Wochen gepiesackt hatte. - Diesmal nicht!
Nach einer kalten Dusche und einem ausgiebigen Frühstück haben wir dann noch ein paar Sehenswürdigkeiten, wie den Elbtunnel und den Michelsturm und die dazugehörige Kirche besichtigt. -Verbunden mit einer 15 minütigen Andacht, was Alexandre nicht so spannend fand. – Aber es war nun einmal Sonntag.
Danach machten wir uns auf, die Speicherstadt zu besichtigen, wo die alten Speichergebäude in Harmonie mit neuen Wohnpalästen nebeneinander“ leben“.
Die Innenstadt gab auch noch einiges an Eindrücken her, aber letztendlich landeten wir wieder auf dem Rathausplatz. Von dort ging es dann in das Passagenviertel und dem ansässigen Gänsemarkt- hier gabs zunächst aber nichts zu sehen.
Außer dass hier offenbar einige gutbetuchte Hamburger ihre Autos ausfahren und so kamen wir in den Genuss einer breiten Palette vom Aston Martin bis zum Lamborghini. - Ein tolles Erlebnis, auch wenn nicht geplant.
Den Abend haben wir dann im Hotel ausklingen lassen.
 
 
 
 
Montag, der 13.08.07
 
Der Tag der Abreise, - Schade, dabei war es gerade jetzt so schön!
Nachdem wir das Frühstücksbuffet geplündert hatten, machten wir uns auf zum Flughafen, um ins Schwabenländle zurück zu kehren.
Empfangen wurden wir dort mit einem leckeren Sauerbraten, der auch Alexandre gut mundete.
Am Abend hatte ich das monatliche Feuerwehrtraining, wohin ich ihn mitnahm. Er hatte nun einmal die Gelegenheit einen fingierten Rettungseinsatz live zu erleben und das Geschehen hautnah mit zu verfolgen.
Nach dem praktischen Einsatz ging es dann auch zum Geselligen über, wo Alexandre nun voll am Start war. Allerdings konnten wir nicht sehr lange bleiben, weil wir am nächsten Morgen um fünf Uhr raus mussten.
 
Dienstag, der 14.08.07
 
5.00: Alles war noch dunkel. Stöhnend schleppte ich mich unter die Dusche und dann zum Frühstück. Alexandre schien es etwas besser zu gehen - ob es an den Brezeln lag?
Mit dem TGV ging es von Stuttgart nach Paris, - ein Highlight! Wir erreichten eine Spitzengeschwindigkeit von sage und schreibe 320 km/h. Fantastisch! Ich war hin und weg. Mein Fazit: Schneller und ruhiger als der deutsche ICE, aber nicht so komfortabel. Trotzdem – klasse!
 
In Paris angekommen hatten wir erst Schwierigkeiten mit der Metro. "Welche Richtung jetzt?" Diese Probleme lösten sich aber rasch, sodass wir Paris ziemlich schnell unter unserer Kontrolle hatten.
Notre Dame, Louvre, Eifelturm, Champs Elysées und dann ging es auch schon wieder Richtung Bahnhof beziehungsweise für mich zum Flughafen.
Ein wirklich toller Tag!
Ich habe in kurzer Zeit sehr viel gesehen und erlebt doch ich war andererseits auch wieder froh, nach Hause zu kommen.
 
Freitag, der 17.08.07
 
Ich sage nur: „Danke!“
 
Danke an die Dr. Karl-und-Elisabeth-Eisele-Stiftung, die uns diese phantastische Reise ermöglicht hat, und Danke an Herrn Kögler, der für uns diese Reise weitgehend organisiert – und unsere individuellen Wünsche berücksichtigt hat.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dr. Karl Eisele und Elisabeth Eisele Stiftung