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2005

Fellbacher Eisele-Stiftung fördert junge Leute

Naturwissenschaftlicher Austausch zwischen Frankreich und Deutschland im Mittelpunkt
Stiftungen sind eine segensreiche Einrichtung, denn die öffentliche Hand ist nicht in der Lage, sämtliche Förderaufgaben aus Steuermitteln zu bestreiten. Allein im Regierungsbezirk Stuttgart gibt es momentan über 750 private Fördertöpfe - einer davon ist die Dr. Karl und Elisabeth Eisele-Stiftung in Fellbach, die sich für die Unterstützung von jungen Menschen in Wissenschaft und Bildung sowie für den Schüler- und Studentenaustausch mit Frankreich einsetzt.

Allein in diesem Jahr will die Eisele-Stiftung vier Projekte finanziell unterstützen. So wird am 24. Juni bereits zum dritten Mal der Dr. Karl-Eisele-Preis für besonders herausragende Leistungen in Physik und Mathematik an die beiden besten Fellbacher Abiturienten des Jahrgangs 2005 vergeben. Die mit jeweils 2 500 Euro dotierte Auszeichnung soll die Preisträger motivieren, sich auch weiterhin mit den naturwissenschaftlichen Fächern zu beschäftigen und ein entsprechendes Studium zu beginnen.
Darüber hinaus hat der Vorstand und der Beirat der Eisele-Stiftung beschlossen, den studentischen Austausch zwischen Frankreich und Deutschland zu fördern. Der Bezug zu Frankreich liegt dem Stifterehepaar nämlich besonders am Herzen, da der promovierte Physiker und Triebwerkespezialist  Karl Eisele nach dem Zweiten Weltkrieg lange Jahre in Paris tätig war, bevor er bei der Daimler-Benz AG im Forschungsbereich arbeitete und schließlich die Leitung der elterlichen Metallwarenfabrik in Waiblingen übernahm.
Das studentische Austausch-Projekt sieht einen jeweils halbjährigen Aufenthalt im Gastland vor. Der erste französische Student ist bereits in Deutschland eingetroffen. Er heißt John Berry und studiert im letzten Semester an der Clarté, einer privaten Hochschule in Laval. Er wird nun sechs Monate lang am Fraunhofer Institut IAO in Stuttgart-Vaihingen „hospitieren“. Der Kontakt zwischen der Clarté und dem Fraunhofer Institut konnte über die guten Beziehungen des Fellbacher Kompetenzzentrums „Virtual Dimension Center (VDC)“ zum französischen Laval hergestellt werden, die auf die Beteiligung an der Messe Laval-Virtual im vergangenen Jahr zurückgehen.
Ende 2005 soll dann Alexander Kulik, der im Fraunhofer Institut IAO arbeitet, zum Gegenbesuch nach Laval aufbrechen. Beide Studenten werden mit den jeweiligen Wissenschaftlern vor Ort an einer Verbesserung optischer Tracking Systeme - das sind Eingabegeräte für Virtuelle Realität - arbeiten. Die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten sollen später auch Fellbacher Schülern und anderen Interessierten im VDC vorgestellt werden. Die Eisele-Stiftung hofft, dass dieser Wissenstransfer Schule macht und dazu beiträgt, auch andere gemeinsame EU-Projekte zu initiieren.
Ein weiteres Projekt, das von der Eisele-Stiftung im internationalen Jahr der Physik gefördert wird, ist die Entwicklung spezieller Software für den Physikunterricht an Schulen. Die Firma Cadfem, ein Mitglied des Fellbacher VDC, wird ein  Visualisierungsprogramm erstellen, das zu mehr Verständis bei komplizierten Versuchsanordnungen beitragen, die Wiederholbarkeit der Versuche erleichtern und das Betrachten von allen Seiten ermöglichen soll.
Dass Reisen bildet, ist eine altbekannte Tatsache. Die Idee der Bildungsreise will die Eisele-Stiftung neu beleben und je einen Jugendlichen aus Frankreich und Deutschland auf eine gemeinsame Erkundungstour durch die Bundesrepublik schicken. Die dabei gewonnenen Eindrücke und Erlebnisse sollen dann in einem Reisebericht zusammengefasst werden, woraus im Laufe der Jahre vielleicht ein ganzes Buch entstehen kann. Das erste Schüler-Paar, das auf Studienfahrt geschickt werden soll, sind Severin Heyd vom Fellbacher Friedrich-Schiller-Gymnasium und Anthony Tartarian vom Gymnasium Sacré Coeur aus Fellbachs französischer Partnerstadt Tournon-sur-Rhone.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dr. Karl Eisele und Elisabeth Eisele Stiftung